Festival
2026
18.-20. September



Programm
Fr. 18. - So. 20.
September 2026

WITOLD LUTOSŁAWSKI
Dance Preludes
MORRIS WOLF
Le balcon par A. Walser (Uraufführung)
OLIVIER MESSIAEN
Quatuor pour la fin du temps
18.09.2026
19:30 Reformierte Kirche Andeer
Eröffnungskonzert
Esther Hoppe (Violine)
Sharon Kam (Klarinette)
Christian Poltéra (Cello)
Sergey Tanin (Klavier)
Das diesjährige Festival eröffnet mit einem der Kernwerke des 20. Jahrhunderts: Messiaens "Quatuor pour la fin du temps". 1941 in Kriegsgefangenschaft geschrieben berührt es noch heute das Publikum zutiefst mit seiner eindringlichen und mitreissenden Klangsprache. Mit Esther Hoppe, Christian Poltéra und Sergey Tanin sind vier Musiker:innen zu erleben, welche mit Ihre ganz unterschiedlichen Perspektiven und Persönlichkeiten in diese Reise durch Messiaens Klangsprache einbringen werden. Ergänzt wird dieses Werk zum einen von einem Duo für Violine und Cello des Schweizer Komponisten Morris Wolf über den Bündner Künstler Andreas Walser – der ein ganz anderes Bild vom Ende der Zeit als Messiaen hatte. Und zum anderen von Witold Lutosławskis "Dance Preludes", drei scharfzüngige Miniaturen für Klarinette und Klavier.

JOHN ADAMS
Short Ride in a Fast Machine
JOHANN SEBASTIAN BACH
aus Goldberg Variationen - Var 1
LEO SMIT
Divertimento
CLAUDE DEBUSSY
Bruyeres
LEONARD BERNSTEIN
Anniversaries - William Schuman
BACH-KURTAG
Das alte Jahr vergangen ist BWV 614
Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit BWV 106
ROBERT SCHUMANN
Aus Fantasiestücken op. 12
FRANZ SCHUBERT
Zwei charakteristische Märsche D 886
IGOR STRAVINSKY
“Le sacre du printemps” Fassung für Klavier zu vier Händen
19.09.2026
14:00 Reformierte Kirche Andeer
Rachel Breen und Jiaxin Min
Jiaxin Min (Klavier)
Im letzten Jahr begeisterten die beiden Pianistinnen Rachel Breen und Jiaxin Min im Finale des Concours Reine Elisabeth in Brüssel das Publikum in Brüssel – in Andeer finden die beiden Ausnahmepianistinnen zum ersten Mal zusammen. Ihre Carte Blanche nutzten sie zur Gestaltung eines anregenden Programm zwischen selten gespielten Perlen des Repertoires: So z.B. das jazzige Divertimento des niederländischen Komponisten Leo Smit oder die beeindruckende und virtuose vierhändige Bearbeitung von Stravinskys "Sacre de Printemps". Zwischen den Werken bei welchen sie sich vierhändig die Klaviatur teilen, werden sie jedoch auch als Solistinnen zu erleben sein. So begleitet das programm das Publikum durch Zeiten und Stile – ganz im Sinne des Eröffnungswerks "Short Ride in a Fast Machine" von John Adams.

JOSEPH HAYDN
Streichquartett op. 76, Nr. 5
FANNY MENDELSSOHN
Streichquartett Es-Dur
ANTONÍN DVOŘÁK
Streichquartett Nr. 12, op. 96
19.09.2026
17:30 Reformierte Kirche Andeer
Quatuor Arod
Das französische Quatuor Arod begeistert sein Publikum international von der Pariser Philharmonie über die Londoner Wigmore Hall bis hin zum Amsterdamer Concertgebouw mit seiner energetischen Musikalität und dem präzisen Klang. In Andeer werden sie mit einem klassischen Programm zu hören sein, mit Dvořáks berühmten zwölften Streichquartett oder auch dem D-Dur Streichquartett Haydns. Eine nicht so oft zu hörende Entdeckung bildet Fanny Mendeslssohns Streichquartett in Es-Dur, welches im Zentrum des Programms steht.

"AMASQUE"
Englische Theatermusik aus dem 17. Jahrhundert von Byrd, Lawes, Gibbons und vielen mehr.
20.09.2026
14:00 Reformierte Kirche Andeer
Amaconsort
Lea Sobbe (Blockflöten)
Lena Rademann (Barockvioline)
Martin Jantzen (Viola da gamba)
Halldór Bjarki Arnarson (Cembalo)
Die Blockflötistin Lea Sobbe war gemeinsam mit dem Cembalisten Halldór Bjarki Arnarson Teil des ersten Festivals musicaAndeer 2022. Schon damals erlebte man eine fulminante Klangreise durch das Barocke Repertoire – in diesem Jahr kommen die beiden nun mit Ihrem Ensemble Amaconsort zurück nach Andeer. Ergänzt von Violine und Viola da Gamba bringt ihr Programm "Amasque" englische Theatermusik aus dem 17. Jahrhundert zusammen. Die Barockspezialisten, welche sich von der renommierten Scuola Cantorum Basilensis keinen, kreieren eine farbenprächtige und abwechslungsreiche Zusammenstellung auch selten zu hörender Werke, welche das Publikum in Shakespeares Zeit und darüber hinaus entführen wird.

FRANZ SCHUBERT
Sonate in G-Dur D 894
GYÖRGY KURTAG
Auswahl aus Játékok
FRANZ LISZT
Sonetto del Petrarca Nr. 104 S 161/5 „Pace non trovo“ (Années de pèlerinage, deuxième année, Italie)
Réminiscences de „Don Juan“ de Mozart S 418
20.09.2026
17:30 Reformierte Kirche Andeer
Sergey Tanin
Zum Abschluss des Festivals spielt der Pianist Sergey Tanin ein Programm zwischen zwei Polen, die fast nicht weiter auseinanderliegen könnten: Schuberts intime, fast meditave G-Dur Sonate bildet den Anfang, Liszts hochgradig virtuose und extrovertierte Bravourparaphrase über Mozarts Don Giovanni den Schluss. Sergey Tanin wurde mehrfach international ausgezeichnet und spielt regelmässig in den grossen Konzertsälen Europas wie der Elbphilharmonie Hamburg, dem Bozar in Brüssel oder der Tonhalle Zürich. In diesem Programm lotet er die Verbindung der scheinbaren Gegensätzen aus – und findet sie in den Halbtönen: Sei es in den immer wieder aufkeimenden dramatischen Abgründen Schuberts oder den lyrischen und nach innen gekehrten Passagen von Liszts Petrarca Sonett. Das Bindeglied bilden die Miniaturen von Kurtag, welche ganze musikalische Welten in kurze Augenblick zu destilieren vermögen.

